Neurologie/Neuropsychologie
Die Neurologische Abteilung der Fachkliniken Hohenurach umfasst rund 100 Betten, die auf sechs Stationen verteilt sind. Es werden vor allem Patienten behandelt, die einen Schlaganfall (Mangeldurchblutung des Gehirns oder Hirnblutung) erlitten haben, die sich einer Operation am Gehirn unterziehen mussten oder die an einer entzündlichen oder degenerativen Erkrankung des Nervensystems leiden, dazu zählen auch die Parkinson'sche Krankheit und die Multiple Sklerose.
Schließlich kommen Patienten mit Bandscheibenvorfällen oder Einengungen des Wirbelsäulenkanals zur
Aufnahme, sofern diese Zustände mit einer Beeinträchtigung des Rückenmarks und/oder der
Nervenwurzeln einhergehen. Ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung liegt auf dem Gebiet der
neurogenen Sprech-, Stimm-, Schluck- und Sprachstörungen sowie neuropsychologischer
Beeinträchtigungen, z. B. der Aufmerksamkeitsregulation, der Wahrnehmung, des Gedächtnisses und der
sogenannten Exekutivfunktionen.
Den Patienten der Neurologischen Abteilung steht ein
umfassendes Angebot an rehabilitativen Maßnahmen zur Verfügung, um soweit als möglich eine
Wiedereingliederung zum Beispiel in den Beruf oder das häusliche Milieu zu erreichen:
Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage, physikalisch-medizinische Verfahren,
Ergotherapie einschließlich Hilfsmittelversorgung, Logopädie sowie neuropsychologische Diagnostik
und Therapie unter Einsatz computergestützter Verfahren etc. Zur Verlaufskontrolle der in der
Neurologischen Abteilung behandelten Patienten stehen Ultraschalltechniken (extra- und
transkranielle Dopplersonographie, Duplex-Sonographie) und ein breites Spektrum
neurophysiologischer Diagnostik zur Verfügung, z. B. Elektroenzephalographie, Elektromyographie und
Evozierte Potentiale. Insbesondere Schlaganfall-Patienten weisen neben Ausfällen im neurologischen
Bereich oft zusätzliche internistische und orthopädische Probleme auf. Durch die enge Kooperation
mit den anderen Abteilungen des Hauses können diese Patienten umfassend medizinisch betreut und
rehabilitiert werden.
Grundlage der Zusammenarbeit mit den Akut-Kliniken der Region und den
Kostenträgern ist das Phasenmodell der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation. Vor diesem
Hintergrund werden bevorzugt Patienten aufgenommen, die der Phase C (noch erhebliche pflegerische
Hilfe im Alltag notwendig bei ausreichender Kooperationsfähigkeit im Rahmen rehabilitativer
Maßnahmen) und der Phase D (Selbstständigkeit auf Stationsebene bei noch umfassendem
Rehabilitationsbedarf) zuzurechnen sind.
Die Abteilung Neurologie ist über einen
Kooperationsvertrag mit der Universität Tübingen verbunden, und der Chefarzt hat in Personalunion
eine C3-Professur für Neurologische Rehabilitation an der Medizinischen Fakultät inne. In diesem
Rahmen wird unter anderem mit Hilfe moderner bildgebender Methoden (funktionelle
Kernspintomographie, Ganzkopf-Magnetenzephalographie) untersucht, welche Strukturen des Gehirns an
der Sprachverarbeitung und an emotionalen Reaktionen beteiligt sind.
Therapeutische Schwerpunkte der Abteilung
Flyer "Zurück ins Leben"
Hier können Sie den Neuroflyer downloaden.
Links & Informationen zum Thema Schlaganfall
"Hausaufgaben für Schlaganfallpatienten"
Eine Broschüre für Schlaganfallpatienten für Betroffene und Angehörige.
Tel. 0 71 25/ 1 51-11 31
sekretariat@fachkliniken-hohenurach.de
Ansprechpartner
Sekretariat der Neurologie
Britta Rieger, Petra Laib
Tel. 0 71 25 - 1 51 11 39
neuro.geri.innere@fachkliniken-hohenurach.de
Prof. Dr. med. Hermann Ackermann

