Schwerpunkte/Spezialisierungen

  • Schluckstörungen
  • Gleichgewichtstraining
  • Arm- und Handfunktionen
  • Sehstörungen
Schluckstörungen

Im Gefolge einer Hirnschädigung kommt es häufig zu Schluckstörungen (Dysphagie), z. B. lassen sich bei etwa der Hälfte aller Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben, diese Beschwerden beobachten. Zu spät erkannt oder nicht adäquat behandelt können neurologisch bedingte Schluckstörungen (neurogene Dysphagien) auch heute noch zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie etwa einer Lungenentzündung führen.

Das Kompetenzzentrum für Schluckstörungen der m&i-Fachkliniken Hohenurach bietet deshalb umfassende und wissenschaftlich fundierte Möglichkeiten der Untersuchung und Behandlung von Patienten mit einer neurogenen Dysphagie an.

Auf der Grundlage eines interdisziplinären Ansatzes arbeiten LogopädInnen, ErgotherapeutInnen, ErnährungsberaterInnen und geschulte Pflegekräfte eng im Rahmen der "Schlucktherapie" zusammen. Die hohe fachliche Qualität der Arbeit wird durch Supervision eines erfahrenen F.O.T.T-Instruktors (F.O.T.T = facio-oral tract therapy, Therapie des facio-oralen Trakts) gewährleistet.

Gleichgewichtstraining

Patienten mit einer Schädigung des Kleinhirns leiden typischerweise unter Koordinationsstörungen (= Ataxie), die u. a. Armbewegungen, das aufrechte Stehen und die Gehfähigkeit erheblich beeinträchtigen können. Die Stand- und Gangataxie geht oft mit einer erhöhten Sturzgefährdung einher – und damit dem Risiko von Knochenbrüchen oder Hämatomen (= Blutungen).

Zum Training der Standsicherheit stehen u. a. Computer-gestütztes Balance-Training (mtd-Balance), das Posturomed-System und die Galileo-Plattform zur Verfügung.

Arm- und Handfunktionen

Zur Zeit wird ein Kompetenzzentrum der Behandlung von Arm- und Handfunktionsstörungen nach erworbener Hirnschädigung aufgebaut – wissenschaftlich begleitet vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie (Prof. Dr. N. Birbaumer) sowie der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. A. Gharabaghi der Neurochirurgischen Klinik der Universität Tübingen.

Anwendungen finden neben den schon praktizierten verhaltensbasierten Verfahren auch computergestützte Trainingsmethoden wie das Armeo-Spring- System.

Sehstörungen

Nach Schlaganfällen kommt es häufig zu Sehstörungen wie beispielsweise einer halbseitigen Gesichtsfeldeinschränkung (Hemianopsie). Mit Hilfe Computer-gestützter Trainingsprogramme können individuelle Kompensationsstrategien für den Alltag eingeübt werden.

Voraussetzung dieser Verfahren ist eine differenzierte neuropsychologische Diagnostik zur genauen Erfassung des Störungsprofils und der noch vorhandenen Ressourcen.

Um die Auswirkungen von Gesichtsfeldeinschränkungen auf den Alltag besser erfassen zu können, hat die Augenklinik der Universität Tübingen – in Kooperation mit den m&i-Fachkliniken Hohenurach – begonnen, Patienten mit Hemianopsie unter den Bedingungen einer "virtual reality"-Umgebung zu untersuchen.

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